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Veranstaltungen auf der Frankfurter Buchmesse 2017

Politische Debatte auf der Buchmesse

Bild: Ingo Schulze, Susanne Mayer und Thorsten Schäfer-Gümbel am Stehtisch auf der Frankfurter Buchmesse.
© Michael Gottschalk/photothek.net

Schriftsteller Ingo Schulze, Journalistin Susanne Mayer und der Vorsitzende des Kulturforums der Sozialdemokratie Thorsten Schäfer-Gümbel eröffnen den KulturSalon mit einer Diskussionsrunde.

Der Austausch zwischen Kulturschaffenden und der SPD ist traditionsreich, vor allem aber ist er lebendig. Das wurde auch auf der Frankfurter Buchmesse 2017 deutlich: Rundgänge, Podiumsdiskussionen und ein Abendempfang boten Möglichkeiten zum Gespräch.

Kulturpolitische Debatten anstoßen und aushalten: Am Abend des ersten Messetages luden das Kulturforum der Sozialdemokratie und die Berliner vorwärts Verlagsgesellschaft zum KulturSalon. Knapp drei Wochen nach der Bundestagswahl ging es um die aktuellen Herausforderungen für unsere Gesellschaft und für die Sozialdemokratie. Die Journalistin Susanne Mayer, der Schriftsteller Ingo Schulze und Thorsten Schäfer-Gümbel, SPD-Vize und Vorsitzender des Kulturforums der Sozialdemokratie, eröffneten den Abend mit einer Diskussionsrunde.

Eine Abkehr von der Agenda-Politik und vor allem eine Rücknahme von Hartz IV forderte Ingo Schulze. Mangelnde Gerechtigkeit sieht er als eine der Ursachen dafür, dass Menschen rechten Populisten in die Arme liefen. Von der SPD erwartet der Schriftsteller jetzt offene Debatten und eine stärkere Ausrichtung nach links. Thorsten Schäfer-Gümbel, das machte er deutlich, ist bereit Debatten zu führen und ist froh über Kritik und Engagement von Kulturschaffenden. Die Journalistin Susanne Mayer, die gemeinsam mit Kolleginnen den Sammelband „Was tun. Demokratie versteht sich nicht von selbst“ veröffentlichte, plädierte für mehr zivilgesellschaftliches Engagement. Sie beklagte eine Bildungsmisere, ein Schulsystem, in dem zu wenig Demokratie gelehrt werde. Das müsse sich dringend ändern.

Bild: Thorsten Schäfer-Gümbel, Nicol Ljubic und Birgit Güll im Gespräch vor Publikum.
© Kulturforum der Sozialdemokratie

Der Vorsitzende des Kulturforums der Sozialdemokratie Thorsten Schäfer-Gümbel, Schriftsteller Nicol Ljubic und Moderatorin Birgit Güll am vorwärts-Stand der Buchmesse Frankfurt.

SPD-Politikerinnen und -Politiker nutzen bei ihren Messerundgängen die Gelegenheit, von Autorinnen und Autoren sowie Verlegerinnen und Verlegern zu hören, wo der Schuh drückt. Am „vorwärts“-Stand standen Debatten über Bücher im Vordergrund. „Politik trifft Buch“ heißt die Veranstaltungsreihe, bei der Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten über aktuelle Buchneuerscheinungen diskutieren.

Der Vorsitzende des Kulturforums der Sozialdemokratie war gleich zwei Mal zu Gast: Im Gespräch mit dem Autor Nicol Ljubic, stand dessen neuer Roman „Ein Mensch brennt“ im Mittelpunkt. Mit der Journalistin Hülya Özkan sprach Thorsten Schäfer-Gümbel über ihr neues Buch „In Erdogans Visier: Warum er die Deutschtürken radikalisiern will und was das für uns bedeutet“.

Das Ergebnis der Bundestagswahl – die Verluste der großen Volksparteien, vor allem aber der Einzug der rechten AfD in den Deutschen Bundestag – haben Gesprächsbedarf ausgelöst. Die SPD, die nun in Opposition gehen wird, wird den Austausch mit Kulturschaffenden weiterhin pflegen. Das machten die Diskussionen auf und um die Buchmesse deutlich.