arrow-left arrow-right close contrast download easy-language facebook instagram telegram logo-spe-klein mail menue Minus Plus print search sound target-blank Twitter youtube
Inhaltsbereich

Aktuelles

Kulturforumsveranstaltung im Saarland

22.03.2017

Thorsten Schäfer-Gümbel und das Kulturforum unterstützen den Wahlkampf im Saarland

Judith Klose

Thorsten Schäfer-Gümbel und das Kulturforum Saarland unterstützten die Genossinnen und Genossen und vor allem Anke Rehlinger mit drei spannenden Veranstaltungen.

Start war in der Galerie Zimmerling & Jungfleisch zum politischen Kultur-Empfang. Der Urban-Art Künstler „Reso“, der im wirklichen Leben Patrick Jungfleisch heißt, begrüßte Thorsten Schäfer-Gümbel, den Kulturminister Ulrich Commerçon und zahlreiche Kulturschaffende in seiner Galerie auf Einladung des Saarländer Kulturforums unter Leitung von Burkhard Jellonnek. Während der Minister vor allem die Erfolge in der aktuellen Legislatur im Bereich Kulturpolitik pries und Freiräume für Kulturschaffende ausbauen möchte, stellte Thorsten Schäfer-Gümbel die Bedeutung von Teilhabe an Kultur in seiner Rede nach vorne. Die Gäste diskutierten anschließend den Stellenwert von Bildung und Kreativität an Schulen. Ulrich Commerçon betonte hier, dass es bereits wichtige Entscheidungen zur Stärkung der Kunstausbildung, vor allem bei Grundschullehrkräften gegeben hat. Auch außerschulisch konnten wertvolle Projekte gestartet werden, wie ein Bus, der im Rahmen von besonderen Kultur-Events an Schulen eingesetzt werden soll. In der Diskussion wurde am Ende festgehalten, dass kulturelle Bildung auf allen politischen Ebenen gestärkt werden muss.

Im Anschluss begrüßte das saarländische Kulturforum Anke Rehlinger und Thorsten Schäfer-Gümbel zur Veranstaltung „Kein Sitz für die AfD im Saar-Landtag“. Beide waren sich einig: Sowohl das niederländische Wahlergebnis mit der Niederlage des Rechtspopulisten Geert Wilders im Kampf um das Regierungsamt, als auch die letzten Umfragen mit deutlich zurückgehenden Prognosen für die AfD bringen nochmal gehörigen Rückenwind für das Ziel, die Rechtspopulisten an der Saar aus dem Landtag fernzuhalten. „Hakenkreuz-Verkäufer und KZ-Lagergeldhändler gehören nicht ins Saar-Parlament“, so die SPD-Herausforderin für das Ministerpräsidentinnen-Amt im Saarland, Anke Rehlinger. Und auch SPD-Parteivize Thorsten Schäfer-Gümbel machte klar, dass die geschichtspolitischen Rückwärts-Rollen etwa eines Björn Höcke um das Berliner Holocaust-Denkmal keine einmaligen Ausrutscher seien, sondern durch das Parteiprogramm der „sogenannten“ Alternative für Deutschland gedeckt seien. „Jahrzehntelang hat die SPD für demokratische Vielfalt gekämpft und sich erfolgreich für Teilhabe und Dialog aller in Deutschland lebenden Menschen stark gemacht. Diesen Konsens lassen wir uns nicht von einer AfD mit ihren einfältigen Parolen nehmen“, so Thorsten Schäfer-Gümbel. Sowohl der Bundesvorsitzende des Kulturforums der Sozialdemokratie wie Saarlands stellv. Ministerpräsidentin Anke Rehlinger machten im Dialog mit Moderator Dr. Burkhard Jellonnek vom saarländischen Kulturforum deutlich, dass das Schüren von Fremdenfeindlichkeit, Homophobie und Abstiegsängsten seitens der AfD keine Lösung für die aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen sei. Deshalb kann es seitens der Wählerinnen und Wähler nur eine Antwort geben: „Kein Sitz für Rechtspopulisten wie Rechtsextremisten im saarländischen Landtag!“ so Anke Rehlingers Forderung.

Am Abend lud das Kulturforum noch einmal zu einem richtigen Highlight. Im Theater von Saarlouis diskutieren Dr. Claudia Wiotte-Franz, Thorsten Schäfer-Gümbel, Heiko Maas und Klaus Staeck über die Grenzen von Freiheit in der Kunst. Karikaturen-Streitigkeiten, Protestaktionen in Kirchen oder abgesetzte Theaterstücke hatten die kulturpolitischen Debatten in den letzten Monaten geprägt. In der Diskussion wurde klar, dass Kultur aufrütteln und zu Diskussionen anregen soll. Dabei genießen Kulturfreiheit und Satire auch rechtlich einen hohen Stellenwert.