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Birgit Güll,
07.09.2017

Thorsten Schäfer-Gümbel auf der „Gamescom“

Foto: Koelnmesse / Uwe Weiser

Der SPD-Vize erlebt auf der Computer- und Videospielmesse in Köln Spiel und Spaß. Und er spricht über einen Wirtschaftsfaktor, der auch Kulturgut ist – und damit förderungswürdig.

Und dann ist Schäfer-Gümbel auf einer Rennstrecke, zumindest gefühlt. Er steuert seinen Wagen in „Project Cars 2“. Im 16.000 $ teuren Simulator fühlt man jede Bodenwelle, über die die virtuelle Fahrt geht. Die Auflösung des Bildschirms ist 12mal so hoch wie bei einem normalen Fernseher. Der Vorsitzende des Kulturforums ist beeindruckt von dem Rennspiel. Es ist der 24. August und Schäfer-Gümbel ist auf der „Gamescom“ in den Kölner Messehallen zu Gast.

Gleich zu Beginn seines Besuches hat er mit Felix Falk gesprochen. Falk ist der Geschäftsführer des Bundesverbands Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU), 28 Mitglieder hat der Verband. Sie alle sind Entwickler und Anbieter von Spielen und repräsentieren 85 Prozent des deutschen Marktes. Der BIU ist Mitträger der „Gamescom“, Falk also Gastgeber, der Schäfer-Gümbel bei einem Rundgang in die neusten Trends der Videobranche einführt.

Etwas mulmig wird es dem SPD-Vize beim Testen von „Orwell“, einem der Gewinnerspiele des Deutschen Computerspielpreises 2017. Hier sind die Player angehalten, eine Überwachungssoftware – „Orwell“ – zu testen. Telefonate abhören und Chats mitlesen inklusive. „Das erinnert mich an den Film ‚Das Leben der Anderen’. Doch während man im Film mit den von der Stasi Bespitzelten fühlt, ist man in ‚Orwell’ Überwacher“, sagt Schäfer-Gümbel; man entscheide selbst, was „beobachtungswürdig“ sei.

Zum neunten Mal fand die „Gamescom“ in diesem Jahr statt. Wie in jedem Jahr gibt es Trends. In diesem Jahr gibt es so viele eSports-Angebote wie nie zuvor. „Es ist inspirierend, die ‚Gamescom’ zu besuchen“, sagt Schäfer-Gümbel. Videospiele sind ein mächtiger Wirtschaftsfaktor, mehr als eine Milliarde Euro hat die Branche im ersten Halbjahr 2017 umgesetzt. Doch Videospiele sind auch Kulturgut.

Schäfer-Gümbel spricht auf der Messe auch über Kulturförderung für die Branche. Der Vorsitzende des Kulturforums kann sich vorstellen, sie ähnlich wie die Filmförderung zu gestalten.